Weder Putin noch Russland sind Retter des christlichen Abendlandes

Nie habe ich ver­standen, wenn jemand meinte, Rus­s­land und vor allem deren Num­mer eins wären die Ret­tung des christlichen Abend­lan­des, welch­es der dekadente West­en ger­ade zerstört.

Tat­sache ist, dass wed­er Rus­s­land, noch die derzeit­i­gen soge­nan­nten west­lichen Demokra­tien Ret­ter der Men­schlichkeit und der Frei­heit sind. Tat­säch­lich zer­stört Rus­s­land die Zivil­i­sa­tion und die Kul­tur gle­icher­maßen wie die meis­ten west­lichen Regierungen.

Russlands Kampf gegen die freie Gesellschaft und die Perfektionierung des Kampfes gegen die freie Gesellschaft im Westen schaffen gleichermaßen diktatorische Verhältnisse.

Rus­s­land war immer eine autoritäre und erzieherische Dik­tatur. Der Über­gang vom linken Faschis­mus zum nationalen, patri­o­tis­chen Faschis­mus war fließend, Putin und der Patri­arch Kyrill verkör­pern diesen Über­gang, bei­de gehörten dem KGB an, bei­de sind nun tra­gende Figuren.

Derzeit find­et ein Wech­sel von Demokratie und Frei­heit zu ein­er autoritären und erzieherischen Dik­tatur auch in Deutsch­land statt. Und wieder ist die SPD eine der Hauptver­ant­wortlichen für diesen Prozess.

In Rus­s­land ver­schwinden Ander­s­denk­ende in Straflagern. Da in Deutsch­land solche Maß­nah­men, Angesichts der jün­geren Geschichte (noch) nicht erwün­scht sind, geht die Ver­fol­gung Ander­s­denk­ender unauf­fäl­liger und schle­ichen­der vonstatten.

Dik­ta­torische Anze­ichen der let­zten Jahre in den Facetten Coro­n­aide­olo­gie, Kli­maid­e­olo­gie, Gen­deride­olo­gie und Flüchtingskrise:

  • Ver­schweigen wichtiger Fakten
  • Ver­hin­derung eines trans­par­enten öffentlichen Diskurses
  • Unver­hält­nis­mäßigkeit von Regierungsmaßnahmen
  • Abschaf­fung von Grundrechten
  • Ausübung von Repres­sion und Zwang
  • Ein­schüchterung durch Strafandrohung
  • Man­gel an unab­hängiger Berichter­stat­tung und aus­geglich­en­er Kommentierung
  • Unter­drück­ung uner­wün­schter Meinungen
  • Spal­tung der Gesellschaft
  • Dif­famierung, Aus­gren­zung, Absonderung
  • Förderung von Denunziantentum
  • Zunahme von Polizei­willkür und ‑gewalt gegenüber Kri­tik­ern der Regierungen
  • fak­tis­che Impfpflicht
  • Verpflich­tung der Privatwirtschaft
    • grundge­set­zwidrige Anord­nun­gen durchzusetzen
    • Ander­s­denk­ende auszu­gren­zen, zu dif­famieren und zu entlassen

Presse- und Meinungsfreiheit

Mit Beginn des Angriff­skrieges wur­den in Rus­s­land alle kri­tis­chen Medi­en ver­boten, zulet­zt die Novaya Gaze­ta. Aber auch zuvor hat­te es die freie unab­hängige Presse in Rus­s­land nicht leicht. In Deutsch­land ist es im wesentlichen inzwis­chen nicht anders. Hier wird zum Beispiel ein­er der let­zten freien Jour­nal­is­ten, Boris Reitschus­ter, aufs schärf­ste und mit den per­fidesten Mit­teln bekämpft. Der öffentlich-rechtliche Rund­funk und die anderen einge­sesse­nen Medi­enun­ternehmen sind gle­ichgeschal­tet. Spätestens 2015 mit der Flüchtlingskrise wurde offen sicht­bar, dass in Deutsch­land kri­tis­ch­er Jour­nal­is­mus seit­ens der soge­nan­nten Main­stream-Medi­en eingestellt wurde.

Die Ursache liegt unter anderem darin, dass der SPD mit der Deutschen Druck- und Ver­lags­ge­sellschaft ein großer Teil der Medi­en gehört. Mit dem Redak­tion­snet­zw­erk Deutsch­land, deren größte Kom­man­di­tistin wiederum die Deutsche Druck- und Ver­lags­ge­sellschaft ist, wer­den eher weniger regierungskri­tis­che Nachricht­en und Mei­n­un­gen in die Redak­tio­nen gespült. Mit dem Recherche­ver­bund NDR, WDR und Süd­deutsche Zeitung wurde ein „Ziti­er-Kartell“ und „eine Quer­sub­ven­tion­ierung für eine [regierungsna­he] Zeitung durch beitrags­fi­nanzierte Sender“ (Zapp) geschaf­fen, die weltweit, außer Rus­s­land, seines­gle­ichen sucht.

Alle Medi­en in Rus­s­land unter­ste­hen der Kon­trolle des Föderalen Dien­stes für die Auf­sicht im Bere­ich der Kom­mu­nika­tion, Infor­ma­tion­stech­nolo­gie und Massenkom­mu­nika­tion, kurz Roskom­nad­sor. In Deutsch­land üben seit neuestem soge­nan­nte Lan­desme­di­en­anstal­ten staatliche Zen­sur effek­tiv­er, dafür stiller aus. Stiller auch, weil die staatlich­er­seits gepam­perten Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tio­nen nicht ins Inland schauen.

Ein kaum bekan­nter Ein­griff in die Mei­n­ungs- und Presse­frei­heit der let­zten Monate ist eine Maß­nahme der deutschen Lan­desme­di­en­anstal­ten: Sie sind halb­staatliche Insti­tu­tio­nen, die eigentlich pri­vate Radio- und Fernsehsender in Deutsch­land genehmi­gen und beauf­sichti­gen sollen. Was sie dür­fen und nicht dür­fen, regeln die Poli­tik­er über Medi­en­staatsverträge und Lan­desme­di­enge­set­ze. Mehrere Lan­desme­di­en­anstal­ten nutzen nun den neuen, im Novem­ber 2020 in Kraft getrete­nen Medi­en­staatsver­trag der Bun­deslän­der, um selb­st­ständig gegen poli­tisch unbe­queme Inter­net­seit­en vorzuge­hen. Sie ver­schick­en Mahn­schreiben an Inter­net­seit­en­be­treiber und fordern diese auf, nach bes­timmten Regeln und „Sorgfalt­spflicht­en“ zu arbeit­en. Wenn die Betreiber das nicht tun, wer­den Inhalte gelöscht oder ihre Seit­en ganz abgeschal­tet. Ein fast unglaublich­er Akt von Zen­sur, der so noch nie dagewe­sen ist.

Boris Reitschus­ter

Im April 2018 wurde der Mes­sen­ger­di­enst Telegram in Rus­s­land ver­boten. Aus­lös­er war die Weigerung des rus­sis­chen Telegram-Grün­ders Pawel Durow, dem Geheim­di­enst Zugang zu den per­sön­lichen Dat­en der Nutzer zu ermöglichen. Er berief sich dabei auf die rus­sis­che Ver­fas­sung, die das Briefge­heim­nis garantiert. Pawel Durow ent­zog sich dem rus­sis­chen Staat. Auch die App-Store-Betreiber Google und Apple löscht­en die App nicht aus den Stores. Somit blamierte sich Rus­s­land etwas.

Seit 2017 führen die Regierun­gen in Deutsch­land einen offe­nen Fronta­lan­griff auf die Mei­n­ungs- und Presse­frei­heit im Inter­net mit dem Net­zw­erk­durch­set­zungs­ge­setz. Der Anwalt Joachim Niko­laus Stein­höfel war Sachver­ständi­ger vor dem Auss­chuss für Recht und Ver­brauch­er­schutz des Deutschen Bun­destages und erk­lärte den Abge­ord­neten die Ver­fas­sungs­feindlichkeit des Geset­zes, die das grundge­set­zwidrige Gesetz auf Geheiß der Regierung trotz­dem durchwinkten.

Rus­s­land wird an Telegram voraus­sichtlich weit­er­hin scheit­ern, die deutsche Regierung eher nicht. Deutsche Geheim­di­en­ste freuen sich bere­its jet­zt über virtuelle Agen­ten und wer­den Telegram wirtschaftlich kaputtmachen, wenn die Zen­sur­wün­sche weit­er­hin nicht befol­gt wer­den. Rus­s­land ste­hen eben keine weltweit­en Organ­i­sa­tio­nen und Vere­ini­gun­gen zur Seite. Auch „ver­mit­telt“ Google nicht für die rus­sis­che Regierung, aber für die deutsche schon.

Verachtung der Menschen und des eigenen Volkes

Während mein­er Kind­heit und Mil­itär­di­en­stzeit in der „DDR“ lernte ich „Waf­fen­brüder“ der Sow­je­tarmee ken­nen. Die Ver­ach­tung der Offiziere gegenüber den Sol­dat­en war all­ge­gen­wär­tig. Wir lebten in Weimar und hat­ten in unmit­tel­bar­er Umge­bung die 8. Gardearmee mit dem Haup­tquarti­er in Nohra und weit­eren Kaser­nen in der Innen­stadt und Weimar Nord. Durch den kaput­ten Bret­terza­un über­gaben wir Brot, Wurst und Obst und beka­men manch­mal Zigaret­ten und Wod­ka. Anfang der 90er arbeit­ete ich mit Wan­da Wahn­siedler, Mitar­bei­t­erin der Inter­na­tionalen Gesellschaft für Men­schen­rechte, zusam­men, die zahlre­ichen geflo­henen Sol­dat­en der Sow­je­tarmee half. Von Michail Schis­chkin wurde vor eini­gen Tagen der Zus­tand der rus­sis­chen Armee beschrieben, wie ich die Sow­je­tarmee kannte.

Die Nomen­klatu­ra, die nicht nur aus und seit Putin beste­ht, zeigt der Welt erneut, wie sie ganze Städte in Schutt und Asche leg­en kann. Vor Mar­i­upol gab es Gros­ny (1994 bis 1996) und Alep­po (2015). Absichtlich wer­den zivile Ziele beschossen und ganze Städte zer­stört mit dem Ziel, den Geg­n­er zu demoralisieren.

Auch in dem aktuellen Krieg wird, wie in der Roten Armee und der Sow­je­tarmee, auf die eige­nen Sol­dat­en keine Rück­sicht genom­men. Im Tschetsche­nienkrieg mussten die Sol­dat­en in Erdlöch­ern aushar­ren, ver­hungerten fast wegen Nach­schubprob­le­men und bat­en aus­ländis­che Jour­nal­is­ten um Ver­bands­ma­te­r­i­al. Ukrainis­che Sol­dat­en zeigten vor eini­gen Tagen rus­sis­che Kriegs­ge­fan­gene, deren Essen­sra­tio­nen 2015 abge­laufen waren. Die rus­sis­chen Sol­dat­en erzählten, dass sie ahnungs­los in die Schlacht geschickt wur­den. Ihnen wurde zuvor gesagt, sie seien in einem Manöver.

Ist Deutsch­land bess­er? Eher nicht. In Deutsch­land wer­den seit Abschaf­fung der Wehrpflicht Frauen in kämpfende Ein­heit­en gesteckt. Im Bosnienkrieg 1992 bis 1995 wur­den min­destens 25.000 Frauen verge­waltigt. Seit­dem wird Verge­wal­ti­gung als Kriegswaffe einge­set­zt. Frauen der Bun­deswehr wer­den in einem Kriegs­ge­fan­genen­lager sich­er nicht gle­ich­berechtigt mit den Män­ner verge­waltigt werden.

Berichte über offen­bar sys­tem­a­tis­che Verge­wal­ti­gun­gen ukrainis­ch­er Frauen und Kinder durch rus­sis­che Sol­dat­en häufen sich. Experten sehen darin ein Mit­tel, das Wider­stand brechen und zugle­ich Trup­pen ‚belohnen’ soll.

Welt am 6. April 2022

In Deutsch­land hat sich die Regierung vorgenom­men, Frauen abzuschaf­fen. Eine „Frau“ kann dann jed­er sein, der sagt, er füh­le sich als eine. Abgeschafft wird bis dahin von allen Akzep­tiertes wie:

  • Kör­per­liche Sicher­heit in exk­lu­siv­en Räu­men wie Umkleidekabinen
  • Kör­per­liche Sicher­heit von Frauen in Frauengefängnissen
  • Fair­ness im Frauen­sport, der von gescheit­erten Män­nern derzeit über­nom­men wird

Nach­dem man Frauen in der Abtrei­bungspoli­tik, in der Vertei­di­gungspoli­tik, in der Migra­tionspoli­tik opferte, opfert man die Frau nun in der Trans­poli­tik. Die Poli­tik opfert schon sehr lang die Mut­ter in der Emanzi­pa­tion­spoli­tik, nun wird sie als Brutkas­ten für LGBT-Poli­tik geopfert.

Armut und Korruption

In Rus­s­land herrschen Armut und Kor­rup­tion. Unter Putin wer­den die reichen Russen unaufhalt­sam reich­er, so wie ihre armen Land­sleute immer ärmer werden.

Es ist nicht davon auszuge­hen, dass sich die Sit­u­a­tion in abse­hbar­er Zeit grundle­gend ändern wird. Und es geht nicht nur um umfassende außen­wirtschaftliche Belange, für die die Behör­den das Wohl der eige­nen Bevölkerung zu opfern bere­it sind. Weit wichtiger ist, dass in ressourcenre­ichen Autokra­tien Armut ein­er der poli­tis­chen Schlüs­selfak­toren ist. Nach Mei­n­ung von Poli­tolo­gen macht Wohl­stand einen weniger anfäl­lig für Pro­pa­gan­da. Umgekehrt zeigen Mei­n­ung­sum­fra­gen, dass ein­er, der Man­gel lei­det, umso lieber für die herrschende Macht stimmt, die ihm zumin­d­est eine gewisse, wenn auch illu­sorische Sta­bil­ität garantiert. In der Angst, das wenige, was er besitzt, zu ver­lieren, lässt er sich von dem Prinzip leit­en: Haupt­sache, es wird nicht schlimmer.

Ele­na Chizho­va aus St. Peters­burg am 13. März in der NZZ

Auch in Deutsch­land wer­den die Reichen immer reich­er. Die Coro­nadik­tatur beschle­u­nigte diesen Prozess. Bere­its seit Jahren schließen inhab­erge­führte Läden in den Innen­städten und zahlre­iche Bauern geben ihre Höfe auf, während Großkonz­erne wach­sen. Das Ende von Läden, Handw­erks­be­trieben und Höfen passiert laufend, wir haben uns daran gewöh­nt. Auch wis­sen wir, dass die Poli­tik mit ihrer Bürokratie das Ster­ben von klein- und mit­tel­ständis­chen Unternehmen beschleunigt.

Rus­s­land und Deutsch­land waren stets an vorder­ster Front mit dabei, was den „Kampf gegen die Pan­demie“ bet­rifft. Diese ist in Rus­s­land und in Deutsch­land aber nicht gefährlich­er oder harm­los­er als ander­swo. Es muss davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass auch die offiziellen Stellen in bei­den Län­dern nach eini­gen Wochen oder Monat­en genau über die Pan­demie und ihre tat­säch­liche Gefährlichkeit – im Bere­ich ein­er stärk­eren Grippewelle – Bescheid wussten. Den­noch beteiligten sich Rus­s­land und Deutsch­land am „Ren­nen“ um einen Impf­stoff und forderten die Bevölkerung zur Imp­fung auf. In Rus­s­land gel­ten 50,6 Prozent der Bevölkerung als „voll­ständig geimpft“ in Deutsch­land 58,8 Prozent.

Die Gle­ichgültigkeit gegenüber Men­schen­leben der rus­sis­chen Nomen­klatu­ra ist ähn­lich der Gle­ichgültigkeit gegenüber Men­schen­leben der deutschen Regierung bei der Verteilung eines „Impf­stoffes“, der mehr schadet, als dass er nützt.

In bei­den Län­dern dien­ten die Maß­nahme der Fes­ti­gung dik­ta­torisch­er Ver­hält­nisse. In Deutsch­land zusät­zlich den Gewin­nen der Pharmaindustrie.

Familienpolitik

In Rus­s­land und im West­en ist die Gesellschaft gle­icher­maßen höchst frauen­feindlich. Während in Rus­s­land Alko­hol und Gewalt gegen Frauen und Kinder die Ehen zer­stören, ist es in west­lichen Gesellschaften die soge­nan­nte Gle­ich­berech­ti­gung und Abtrei­bungspoli­tik. In der rus­sis­chen und west­lichen Gesellschaft ist es für Män­ner ein leicht­es, ihre Frauen und Kinder im Stich zu lassen und sie in Armut zurück­zu­lassen. Im West­en wird dies gefördert, eben­so in Rus­s­land. In bei­den Sys­te­men soll die Frau im abhängi­gen Arbeitsver­hält­nis ste­hen und sollen die Kinder in staatlichen Ein­rich­tun­gen ide­ol­o­gisiert werden.

Die Regierung will mit dem Aus­bau der Ganz­tags­be­treu­ung eine ‚kul­turelle Rev­o­lu­tion’ erre­ichen. Wir wollen die Luftho­heit über unseren Kinder­bet­ten erobern!

Olaf Scholz in einem Inter­view mit dem Deutsch­land­funk am 3.11.2002, zitiert u.a in Welt am Sonntag

Wenn sich Putin gegen Homo-Pro­pa­gan­da an Schulen und Kindere­in­rich­tun­gen stellt und Abtrei­bung erschw­ert, dann nur, weil Unter­ta­nen für die impe­ri­ale Aus­dehnung fehlen. Im West­en gibt es wenige Ehen und viele Schei­dun­gen, in Rus­s­land viele Ehen und viele Schei­dun­gen und erneute Eheschließun­gen. In den abgele­ge­nen Regio­nen Rus­s­lands gibt es die meis­ten außere­he­lichen Kinder. In den rus­sis­chen Metropolen und im West­en wer­den die meis­ten außere­he­lichen Schwanger­schaften abgetrieben. Ein großer Teil der Frauen lei­det in rus­sis­chen Städten und im West­en am Post-Abor­tion-Syn­drom. Ein großer Teil der rus­sis­chen Erwach­se­nen hat Kind­heit­strau­ma­ta, her­vorgerufen durch Gewalt in den Fam­i­lien, Mil­i­tarisierung in den Schulen sowie Armut und Über­forderung der allein­erziehen­den Mut­ter. Ein großer Teil der west­lichen Erwach­se­nen hat Kind­heit­strau­ma­ta, her­vorgerufen wegen der Abschiebung in die Ganzstags­be­treu­ung, Mate­ri­al­is­mus, Abtrei­bung von Geschwis­tern, Patchwork-“Familien“ und Frühsexualisierung.

Gasrechnung in Rubel – Great Reset

Kurz nach­dem Putin den Angriff­skrieg begann, ver­fassten 17 Oli­garchen einen offe­nen Brief, in dem sie den Angriff­skrieg scharf verurteil­ten und die Beendi­gung forderten. Putin reagierte sofort und bestellte alle 17 Oli­garchen ein und eröffnete ihnen, dass sie sich nicht an die Vere­in­barung von 2000 gehal­ten hät­ten. Die Strafe der Num­mer eins, wie Putin genan­nt wird, war da längst fest­gelegt, die Zahlung in Rubel für Öl und Gas. Während Putin deut­lich machte, wer Chef im rus­sis­chen Haus ist, sieht es im West­en anders aus. Im West­en bes­tim­men die Oli­garchen Klaus Schwab, Bill Gates und deren Net­zw­erke die Poli­tik.

Sowohl die rus­sis­che Nomen­klatu­ra, als auch das World Eco­nom­ic Forum ver­fol­gen das gle­iche Ziel: die Ver­sklavung des Menschen.

Eine Gesellschaft­sor­d­nung, bei der eine so große Anzahl der Fam­i­lien und Einzelper­so­n­en durch pos­i­tives Recht zur Arbeit zugun­sten ander­er Fam­i­lien und Einzelper­so­n­en gezwun­gen ist, dass das ganze Gemein­we­sen von solch­er Art Arbeit das charak­ter­is­tis­che Gepräge erhält, nen­nen wir den Sklavenstaat.

Hilaire Bel­loc

Russland und Deutschland – von Dämonen übernommen

Putin will Rus­s­land zu alter Größe führen. Dabei schafft sich das Land als Kul­tur­na­tion ab. In Rus­s­land gewöh­nen sich die Men­schen an den Krieg. Das gemeine Volk, das über keinen Reisep­a­ss ver­fügt, wird zum fügsamen Volk. Die Mehrheit wird den Krieg befür­worten, schon allein um zu überleben.

Das rus­sis­che Volk hat­te nie eine Demokratie. Dem Volk kann man daher weniger den Vor­wurf machen, dass sie Putins Nomen­klatu­ra und die Oli­garchen nicht verjagt.

Dem deutschen Volk irgend­wie schon. Das kan­nte – zwar mit Män­geln behaftete – demokratis­che Ver­hält­nisse und Struk­turen. Jet­zt ist es auch nur noch ein fügsames Volk, welch­es die Demokratie aufgibt. Eine deutsche Kul­tur­na­tion ist es schon lang nicht mehr.

Das russische und das deutsche System sind unmenschlich, nur in anderen Facetten.

Gesellschaften und ganze Kul­turen, die Gott aus ihrer Mitte ver­ban­nen und an seine Stelle den Men­schen als Maß von gut und böse set­zen, von wahr und falsch, von gelun­gen und mis­s­rat­en, kehren sich let­ztlich gegen sich selb­st und ent­lar­ven sich als das, was sie sind – unmenschlich.

Kar­di­nal Joachim Meisner

Wir sind zur Freiheit befreit

Wir müssen uns nicht zu Sklaven dieser Welt­mächte oder Herrsch­er dieser Welt machen lassen. Wir müssen unser Dasein erken­nen, das darin beste­ht, Gott zu erken­nen, ihn lieben zu ler­nen, und so zum ewigen Leben gelan­gen. Trotz aller Rückschläge, die es im Leben gibt, geht es am Ende gut aus. Und dafür ist Gott verantwortlich.

Keine Macht dieser Welt hat die Kraft, uns von den Lei­den und Depres­sio­nen im philosophis­chen Sinn: Nihilis­mus, Rel­a­tivis­mus, Zynis­mus zu befreien.

Der Glaube macht frei. Gott hat keine Hin­tergedanken, Neben­in­ter­essen, er braucht uns nicht. Aber wir brauchen Ihn. Er gibt uns in voller Frei­heit Anteil an Seinem Leben. Das ent­lastet uns. Wir wis­sen, wir sind nicht die Erlös­er der Welt, son­dern die Erlösten. Wir kön­nen mitar­beit­en, dass die Welt bess­er wird. Aber ohne die Gnade ver­mö­gen wir nichts. Das macht uns lock­er­er, freier, humor­voller. Wer nicht lachen kann, wer keinen Humor hat, ist schon auf der Ver­lier­erstraße. Nur der Teufel macht ein bös­es Gesicht, eine Fratze. 

Kar­di­nal Müller, Welt­woche 23.12.2021

Den Westen verteidigen

Den West­en habe ich mit der Wende ken­nen und schätzen gel­ernt. Zunächst mit der Frank­furter All­ge­meinen Zeitung, die ich mit dem begin­nen­den Verkauf 1989 in der „DDR“ bis 2020 las (ab dann die NZZ, siehe oben – Gle­ich­schal­tung). Seit 1992 lebe ich im alten West­en.
Die Seele des zivil­isierten West­ens ist das Chris­ten­tum. Der englis­che His­torik­er Christo­pher Daw­son bringt es auf den Punkt:

Die west­liche Zivil­i­sa­tion ist die Atmo­sphäre, in der wir atmen, und das Leben, das wir führen. Es ist unsere eigene Lebensweise und die unser­er Vor­fahren, und deshalb ken­nen wir sie nicht nur aus Doku­menten und Denkmälern, son­dern auch durch unsere per­sön­liche Erfahrung

Christo­pher Daw­son: Die Reli­gion im Auf­bau der abendländis­chen Kul­tur, 1953

Dieser West­en, auf dem Fun­da­ment christlich­er Werte, wird seit­ens Rus­s­lands, Chi­nas und der islamis­chen Welt, eben­so von anti­west­lichen Kräften, die derzeit in den Regierun­gen und Redak­tio­nen sitzen, bekämpft. Kräfte die mit „Can­cel Cul­ture“ und „Polit­i­cal Cor­rect­ness“ den west­lichen Selb­st­mord betreiben. Aber auch vom gewis­sen tra­di­tion­al­is­tis­chen und kon­ser­v­a­tiv­en Denken, das sein Heil nicht in der west­lichen und christlichen Kul­tur, son­dern in Eurasien und der ortho­dox­en Reli­gion sucht. Der dama­lige Kar­di­nal Joseph Ratzinger sprach von 

einem Selb­sthaß des West­ens, der selt­sam ist und nur als etwas Pathol­o­gis­ches ange­se­hen wer­den kann; der West­en ver­sucht zwar in lobenswert­er Weise, sich für äußere Werte zu öff­nen, aber er liebt sich selb­st nicht mehr; er sieht nur noch das Bedauer­liche und Zer­störerische in sein­er Geschichte, während er das Große und Reine nicht mehr wahrzunehmen vermag.

Joseph Ratzinger: Sen­za Radi­ci, Mon­dadori, Mai­land 2004, S. 70–71

Am 25. März wei­hte Papst Franziskus Rus­s­land und die Ukraine dem Unbe­fleck­ten Herz Mariens. Diese Wei­he wird Licht ins Dun­kle brin­gen und die Herzen der Men­schen erfreuen. Der Wieder­auf­bau des christlichen West­ens hat damit begonnen. Wir Katho­liken sind das feste Fun­da­ment für den zukün­fti­gen freien Westen.

Den West­en mit christlichen Werten werde ich vertei­di­gen, wie mein deutsches Vater­land. Der anti­west­lichen Dekan­denz trete ich ent­ge­gen wie dem Islam, dem Kom­mu­nis­mus und der Ortho­dox­en Reli­gion, die alle den Katholizis­mus verfolgen.